Das Setting war ein wunderschönes Mohnfeld in der Abendsonne. Viele Eltern haben gerade im Sommer eher Skrupel, ein Shooting in den späten Abendstunden stattfinden zu lassen, aber es lohnt sich! Die Stimmung ist eben eine ganz Besondere.
Das Feld selbst bot natürlich jede Menge Entdeckungspotenzial. Nebenan hoppelten die Hasen und sogar ein Rehkitz versteckte sich in den Blumen. Wir hielten uns natürlich ausschließlich am Rand auf und zertrampelten keine Blumenwiesen.
Kinder verändern sich so unglaublich schnell. Im ersten Lebensjahr fast stündlich, aber auch danach kann man ihnen förmlich beim Wachsen zusehen. Diesen Prozess in Bildern festzuhalten bedeutet, ein Stück der Kindheit zu bewahren. Für sich, aber auch für das Kind. Für mich persönlich sind die Bilder meiner Tochter das wichtigste Hab & Gut. Nichts ist wertvoller für mich, als immer wieder in die Erinnerungen eintauchen zu können.
Kinderportraits offenbaren diese andere Sphäre, in denen Kindern leben. Außerhalb von Raum und Zeit und Stress sind sie oftmals die größten Lehrer für das „Hier und Jetzt“.
Übrigens vermute ich darin auch das Geheimnis für das Gefühl von Zeitlosigkeit. Sommerferien haben sich damals für mich ewig angefühlt. Heute vergehen 6 Wochen wie im Flug, weil man von Termin zu Termin hetzt.